Gedicht des Monats

Februar 2016

BRÜCKE

Kommt, wir bauen eine Brücke, die verbindet,
zwischen Gedanken, Herzen, innerem Kind,
mit jenem Baustein, welcher sich dort befindet,
wo wir nichts erzwingen wollen, einfach sind.

Und wir bauen eine Brücke, die uns nährt,
eine die dem Wesen der Natur entspricht,
uns wie von selbst im Erbauen widerfährt,
wenn unser Handeln mit Sorgsamkeit besticht.

Kommt, wir bauen eine Brücke, die beseelt
und uns den Blick auf die Welt verfeinern lässt,
die von jener Weite in allem erzählt,
die ewig alles verbindet – tief und fest.

Brücken

„Wer Bäume setzt, obwohl er weiß, dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird, hat zumindest angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.“
Rabindranath Tagore

Kraftquelle Anderswelt

„Wer nach außen schaut, träumt. Wer nach innen schaut, erwacht“, hat C.G. Jung einmal gesagt, der im regen Austausch mit seinen inneren Geisthelfern gestanden haben soll.
Viele HSP haben einen guten Kontakt zu Krafttieren und anderen inneren Wegbegleitern, um deren Beistand sie vor allem dann bitten, wenn der Alltag sie vor Herausforderungen stellt oder wenn es darum geht, anderen Menschen hilfreich zur Seite zu stehen. Wer die richtigen Fragen stellt, wird dabei hilfreiche Antworten erhalten. Wir sind spirituelle Wesen und gerade HSP streben meist nach irgendeiner Form seelisch-geistiger Nahrung.
Krafttiere und andere Helfer aus der geistigen Welt begleiten uns seit unserer Geburt als mit uns im Wesenskern verwandte Daseinsaspekte. Sie sind die Behüter unserer Lebensenergie und lassen uns erkennen, wie wir unsere Kraft erhalten oder wiederherstellen können. Manche davon bleiben uns (vielfach im Verborgenen wirkend) als innere Wegweiser über lange Strecken erhalten, andere haben ihre Aufgabe irgendwann erfüllt und machen neuen Helfern Platz, die wir dann benötigen, da sich unsere Lebensumstände geändert haben. Wir können uns unserer persönlichen Krafttiere und anderer Helfer bewusst werden, wenn wir eine Reise in die innere Welt antreten und darum bitten, dass jene Helfer sich uns zeigen mögen, deren Rat wir zur jeweiligen Zeit am dringendsten benötigen. Mit Hilfe unserer geistigen Unterstützer kann es uns gelingen, alte Muster aufzulösen. Sie beschützen und begleiten uns, schenken uns Kraft für anstehende Aufgaben und Entwicklungsschritte. Werden Krafttiere und andere Helfer in schwierigen Situation oder herausfordernden Lebensphasen zu Hilfe gerufen, erweisen sie sich als treue, auf kreative Weise wirkende, beschützende und/oder warnende Begleiter.

Gedicht des Monats

 

STERN

Im Kern
des Innehaltens strahlt
ein ewiges Licht,
das in uns alles eint,

ein Stern,
der Töne / Bilder malt,
heller im Gesicht
noch als die Sonne scheint. –

Wie jener Stern sein
Wesen doch sacht
hinein in das Empfinden schreibt,
in alle Welt ergießt.

Und wie sein Sosein
stets mit Bedacht
im Kern und in den Rinden bleibt,
wo ewig alles fließt.

„Nur im ruhigen Teich
spiegelt sich das
Licht der Sterne.“

Aus China

 
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Gedicht des Monats / Wurzelkinder

SCHNECKE

Versehentlich
trat ich auf eine Schnecke
und mir war zum Heulen zumute.
Mit zerbrochenem Haus
war ihr Lebensende besiegelt.

Da blieb nur noch,
einem Vogel
oder anderem Weichtierliebhaber
eine angenehme Mahlzeit zu wünschen
und weiterzuziehen. –

Mir war,
als ließe ich
einen guten Freund zurück.

 

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Hier noch der Trailer zu einem Film über Waldkindergärten:

„In WURZELKINDER erzählt der sechs-jährige Andreas von seiner ungewöhnlichen und faszinierenden Kindheit in einem österreichischen Waldkindergarten. Die idyllische Erfahrung wird jedoch durch die allmähliche Zerstörung ihres Waldes verdunkelt.“ (Pressetext auf moviemento.at)

„Was du mir sagst, das vergesse ich. Was du mir zeigst, daran erinnere ich mich. Was du mich tun lässt, das verstehe ich.“

Konfuzius

 

Hochsensibilität & Ernährung

Auffallend viele hochsensible Menschen haben einen Hang zum Vegetarismus und zu bewusster Ernährung. Menschen, die in größeren Zusammenhängen denken, kommen oft rasch zu dem Schluss, dass auf möglichst naturnahe, nachhaltig erwirtschaftete und regionale Produkte gesetzt werden sollte. Sie entscheiden sich früher oder später dafür, ihren Fleischkonsum (vor allem den Konsum roten Fleisches) zu reduzieren, zur Gänze einzustellen oder zumindest weitestgehend auf Fleisch von Tieren aus artgerechter Haltung zurückzugreifen. Mittlerweile findet man im Buchhandel eine Vielzahl an Büchern, welche die Zubereitung vegetarischer oder veganer Kost zum Inhalt haben und denen wertvolle Tipps entnommen werden können. Mit etwas gutem Willen und Kreativität (daran mangelt es hochsensiblen Menschen ja selten) sollte ein abwechslungsreicher und ausgewogener Speisezettel gewährleistet sein. Wer seinen Körper gezielt, regelmäßig und ausreichend mit Vitalstoffen versorgt, sollte auch vor dem Hungertief, das HSM mitunter heimsuchen mag, einigermaßen gewappnet sein. Empfindsame Menschen spüren meist intuitiv sehr gut, welche Nahrung ihrem Körper gut tut und können ihren Ernährungsplan entsprechend danach ausrichten. Ganz gleich jedoch, welche Ernährungsgewohnheiten uns unser Körper durch erlebtes Wohlgefühl schmackhaft macht, eine bewusste, ressourcenschonende Ernährung, die möglichst frei von fragwürdigen Zusatzstoffen sein sollte, erscheint jedenfalls ratsam und spielt für unsere Gesundheit und das Wohl unserer Nachkommen eine entscheidende Rolle. Sensible Menschen leisten zweifelsfrei einen wichtigen Beitrag zur Bewusstwerdung heikler Konsum- und Ernährungsfallen der modernen Gesellschaft.

 

Hier ein Rezept für eine schnelle vegane Suppe als Anregung:

Süßkartoffelsuppe

Zutaten:
– eine Süßkartoffel

– eine kleine Zwiebel
– etwas roter Paprika
– eine halbe Zucchini oder etwas Fenchel
– 1 TL Kurkuma
– eine Brise Kreuzkümmel
– Kokosöl zum Braten
– etwas Gemüsebrühe
– Meersalz, Cayennepfeffer
– frische Petersilie

Zubereitung:
Zwiebel und roten Paprika in Kokosöl kurz anbraten. Kurkuma und Kreuzkümmel beimengen und kurz mitrösten. Süßkartoffel und Zucchini in grobe Würfel schneiden, beimengen und ebenfalls kurz anbraten. Mit Gemüsebrühe aufgießen und köcheln lassen. Anschließend mit Meersalz und Cayennepfeffer verfeinern und pürieren. Fein gehackte Petersilie drüberstreuen und servieren.

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„Die Auffassung, dass manche Leben weniger wert sind, ist die Wurzel allen Übels auf dieser Welt.“
Paul Farmer

Gedicht des Monats Oktober

Der mythologischen Erdmutter Gaia, die alles Lebende hervorbringt und ernährt, und die uns nach unserem Tod wieder in ihren Schoß aufnimmt, ist das nächste Gedicht gewidmet:

 

GÖTTIN

Ihre Augen gleichen geöffneten Blüten,
ihr Herz dem pulsierenden Sprießen
und Besingen,
das allem innewohnt.

Ihr Liebreiz erzählt von uralten Mythen,
vom stillen Ineinanderfließen,
dem Erklingen,
das über allem thront.

Und wenn ihr strahlender Hauch
das Tiefgefrorene schmelzen lässt,
in uns jede einzelne Zelle
umhegt und befühlt,

dann bauen sich Schall und Rauch
im lichten Sog des Feuers ein Nest
und wandeln sich rasch zu der Quelle,
die ewig alles umspült.

„Lehrt eure Kinder, was wir unseren Kindern lehrten. Die Erde ist unsere Mutter. Was die Erde befällt, befällt auch die Söhne und Töchter der Erde. Denn das wissen wir: die Erde gehört nicht den Menschen – der Mensch gehört zur Erde. Alles ist miteinander verbunden wie das Blut, das eine Familie vereint.“
Chief Seattle

Kraftquelle Wald

Dass die Abgase von Dieselfahrzeugen nicht gerade zu meinem Wohlbefinden beitragen, weiß ich schon seit längerem. Zwar besitze ich natürlich auch ein Auto, das ich (berufsbedingt) auch relativ häufig verwende, jedoch bin ich sicher nicht der einzige Hochsensible, dem es beim Spazierengehen des Öfteren den Atem raubt, wenn ein Dieselfahrzeug vorbeibraust. Angenehm riecht anders, gesund wohl auch! Umso wichtiger erscheint es, die Kraftquelle Wald für uns zu nützen und zu schützen. Bäume sind unverzichtbare Sauerstofflieferanten und Kraftspender. Wenn wir uns ausgelaugt fühlen, können wir in den Wald spazieren, uns für eine Weile an einen Baum lehnen und darum bitten, dass er uns Kraft spenden möge. Bäume sind obendrein soziale Wesen, die untereinander kommunizieren und sich gegenseitig stärken. So geben etwa ältere Bäume jüngeren, die aufgrund mangelnder Größe wenig Sonnenlicht erhaschen, Nährstoffe ab. Von Tieren befallene Bäume warnen ihre weiter entfernt stehenden Artgenossen über die Wege der unterirdischen Vernetzung. Diese wappnen sich durch die Produktion von Abwehrstoffen gegen allzu heftigen „Befall“ des Organismus Wald. In unseren Breiten ist das natürliche Gleichgewicht des Waldes jedoch vielfach durch einseitige Kultivierung und profitorientierte Bewirtschaftung gestört, was unter anderem vermehrten Borkenkäferbefall zur Folge haben kann. Es gibt in Mitteleuropa keine Urwälder mehr. Umso wichtiger scheint der Einsatz für die Errichtung und die Erhaltung von Nationalparks, um dieses natürliche Gleichgewicht längerfristig wieder herzustellen.

„Der Wald ist ein besonderes Wesen, von unbeschränkter Güte und Zuneigung, das keine Forderungen stellt und großzügig die Erzeugnisse seines Lebenswerks weitergibt; allen Geschöpfen bietet er Schutz und spendet Schatten selbst dem Holzfäller, der ihn zerstört.“

Buddha